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Uhrenindustrie braucht deutsche Uhrmacher
Dienstag, den 01. Juni 2010 um 15:46 Uhr

Mit der Schweizer Uhrenindustrie geht es wieder nach oben, in den ersten vier Monaten 2010 hat die Uhren- und Präzisionsindustrie 40,6% mehr Güter als im Vorjahreszeittraum nach China geliefert, die teuren Zeitmesser waren mit 21,4% an dieser Steigerung beteiligt. Der Boom hat allerdings auch einen chronischen Mangel an Uhrmachern zur Folge. "Wir suchten vor und während der Krise, und wir suchen auch jetzt nach der Krise." so Béatrice Howald, Sprecherin der Swatch Group. Die eigenen Ausbildungszentren und Uhrmacherschulen konnten den Mangel bisher nicht beseitigen.

Aus diesem Grund suchen die Uhrenhersteller auch im angrenzenden Ausland. Rund 20% aller Uhrmacher sind Ausländer, die meisten aus Frankreich. Mittlerweile kommen auch immer mehr Deutsche, "Sicher rund 10% jedes Jahrgangs gehen in die Schweiz" bestätigt der Leiter der Uhrmacherschukle Glashütte, Jörg Schmidt. Die Perspektiven sind gut da die Einkommen der Uhrmacher selbst im jahr 2009 deutlich stärker gestiegen sind als das Umsatzplus der Branche von 4%.