| Nach tiefem Einbruch keimt neuer Optimismus |
| Samstag, den 10. April 2010 um 07:59 Uhr | |||
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Der Absturz war für viele Firmen brutal: Um 22% brachen die Ausfuhren der exportlastigen Schweizer Uhrenindustrie im vergangenen Jahr ein. Entlassungen und teilweise Fabrikschliessungen waren die Folge. Im Januar und Februar verzeichnete die Branche aber wieder einen Zuwachs von 8,6% auf 2,15 Mrd. Fr. – wobei sich der Wachstumstrend im Februar noch beschleunigt hat. Am weltweit wichtigsten Anlass der Branche – der Basler Uhrenmesse (geöffnet bis 25. März) – war denn auch so etwas wie neue Zuversicht spürbar. Die Hoffnung kommt aus Osten: Mehr als 50% der Produktion verkaufen die Schweizer Uhrenhersteller in Asien. China und Hongkong sind inzwischen mit Verkäufen von 606 Mio. Fr. (Jan./Feb.) dreimal so wichtig wie die USA (209 Mio. Fr.). Auf Rang vier folgt mit Singapur ein weiteres asiatisches Land, das in den ersten beiden Monaten 78% mehr Uhren aus der Schweiz einkaufte. Von der Krise besonders betroffen waren Hersteller mit einer starken Präsenz in den USA. Dazu zählte Rolex, die umsatzmässig stärkste einzelne Marke überhaupt. In Basel beschränkte sich Rolex auf ein neues Submariner-Modell mit grünem Zifferblatt und ein Explorer-Modell mit grösserem Durchmesser. Damit blieben sie etwas unter den Erwartungen. Wie man Tradition und Moderne geschickt verbindet, zeigt Patek Philippe, die 2009 umsatzmässig sogar leicht zulegen konnte: Die Genfer präsentierten einen Chronografen, innen mit einem neuen, eigenen Werk – aussen jedoch gänzlich der klassischen, zeitlosen Linie entsprechend. Die Kurve genommen hat auch Zenith, die Tochter aus dem LVMH-Konzern: Sie hat sich auf ihre Wurzeln besonnen, die Preise runter genommen – und aus ihrem Erbe das El-Primero-Werk weiterentwickelt: Es kann nun erstmals die Zehntelsekunde exakt anzeigen. (dah.)
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